Hochzeit

Michael Ballack hat geheiratet (berichtet beispielsweise hier).

Meine erste Bauchreaktion war: „Schön für ihn. Vielleicht auch für die Frau und die Kinder. Nett für Freunde und Verwandte. Aber was hat das in der Presse verloren?“

War’s das? Eigentlich nicht. Vielleicht trägt es ja dazu bei, die Institutionen „Ehe“ und „Familie“ zu stärken, wenn darüber berichtet wird. Wäre ja nicht unbedingt verkehrt.

Andererseits kommt dieser Aspekt in der Berichterstattung nicht vor. Schade.

Eine Antwort zu „Hochzeit“

  1. catocon sagt:

    Der wesentliche Zweck solcher „Hofberichterstattung“ liegt doch wohl in der Glorifizierung sogenannter Prominenter, deren Privatleben durch die Medien gereicht wird, wie Felix Magath seinerzeit durch die Bundesligavereine, um mal im Fußballmetier zu bleiben. Die üblicherweise im Dunstkreis millionenschwerer „Stars“ üblichen Vorstellungen von Ehe und Familie bestehen hauptsächlich in der Durchführung pompöser Heiratszeremonien, die nur gelten, bis daß die nächste Unbequemlichkeit (oder gut aussehende Frau) uns scheide… und dann ein jahrelanger Scheidungskrieg entstehe, der wieder Schlagzeilen macht.
    Der Kampf um Publicity ist das kennzeichnende Element solcher übertrieben inszenierter Hochzeiten. Glaubt man dem verlinkten Bericht könnte dies bei Ballack angesichts des kleinen Krieses und der bereits zehn Jahre andauernden Beziehung eventuell anders sein. Dies wäre allenfalls berichtenswert und könnte qua „Vorbildfunktion“ sogar Ehe und Familie stärken (was aber sicher nicht im Interesse der für solche Berichterstattung zuständigen Klatsch-“Journalisten“ läge, denn die wären ja alle arbeitslos, wenn Ehe und Familie stabiler wären).

    Anmerkung: Wenn Ballack seine berüchtigte latente Brutalität auf dem Fußballplatz in seine Ehe überträgt, gibt es womöglich bald noch mehr zu berichten. Ob die Reporter, die heute solche Berichte aus ihren digitalen Federn hervorsudeln, schon sabbernd auf dieses „Highlight“ warten?

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